Kurkuma - Gelbwurz mehr als nur ein Gewürz! Gelbwurz Kurkuma - Gelbwurz - mehr als nur ein Gewürz? Eine sehr bedeutsames Gewürz und Heilmittel, das in der indischen Küche und in weiten Teilen Südostasiens nicht fehlt ist: Kurkuma - auch Gelbwurz hier genannt, bestehend aus folgenden Inhaltsstoffen: Ätherische Öle (3 - 5 %), überwiegend sind dies Sesquiterpene (60 %), unter anderem ar- Turmeron, alpha-, beta-Turmeron, Atlanton und Curlon. Ferner enthält der Wurzelstock noch Zingiberen (25 %), Curcumol und geringe Mengen alpha- Phellandren, Sabinen, Cineol und Borneol, Curcuminoide (u. a. Curcumin, 3-5 %). Die Anwendungsgebiete von Kurkuma gehen weit über ein Küchengewürz hinaus. So hilft KURKUMA erfolgreich bei Druck und Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl und Blähungen, die auf einer gestörten Fettverdauung beruhen. Die Curcuminoide des Gewürzes regen als Cholagogum (= Galle anregend) die Gallensaftproduktion stark an, dadurch kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung und damit verbundenen besseren Fettverdauung. Die ätherischen Öle des Gewürzes wirken außerdem beruhigend und krampflösend auf die Magen- und Darmmuskulatur. Blähbauch und Unwohlsein können verschwinden. Gelbwurz - Kurkuma - wird bei uns selten als Einzel-Gewürz eingesetzt, kommt jedoch im Mischgewürz Curry vor. Mittlerweile ist Kurkuma - Gelbwurz - wissenschaftlich sehr intensiv untersucht worden. So empfehlen Wissenschaftler bei rheumatischen Erkrankungen den Einsatz, die Gabe von Kurkuma. Curcumin hemmt nachweislich die Synthese der entzündungsauslösenden Prostaglandinen (Schmerz-, Entzündungs- und Fieber-Botenstoffe des Körpers). Dadurch werden Gelenkschwellungen, Morgensteifigkeit der Gelenke oder die Gehfähigkeit verbessert. Kurkuma wird auch als ein Antioxidanz - wie zum Beispiel die Vitamine E und C - bezeichnet. So verhindert es als ein natürliches Antioxidanz den Verderb von Lebensmitteln durch Mikroorganismen! Im menschlichen Körper wirkt es ebenfalls als Antioxidanz, indem die freien Radikale (aggressive Sauerstoffmoleküle) neutralisiert werden und unter anderem bei einer koronaren Herzkrankheit helfen. In Indien essen viele Menschen täglich Kurkuma, und unter anderem dadurch bedingt - vermutet man, dass viel weniger Alzheimer-Erkrankungen vorkommen. Das Wichtigste: CURCUMIN hat keinerlei bekannte Nebenwirkungen. Selbst bei höheren Dosierungen 4 - 8 Gramm täglich (das entspricht etwa 200 Gramm Kurkumawurzel) wurden bis dato keinerlei Nebenwirkungen beobachtet. ANWENDUNG:  Bei Verdauungsbeschwerden, wie saures Aufstoßen, Sodbrennen, Völlegefühl und Blähungen. Man nimmt 1 Teel. getrockneter Kurkumawurzelstock (etwa 1,3 Gramm), übergießt ihn mit siedendem Wasser (150 ml), 15 Minuten bedeckt ziehen lassen, dann durch ein Teesieb geben. Täglich 2 x 1 Tasse trinken. ALTERNATIVE: Kurkuma-Gewürzpulver nehmen, 1/2 bis 1 Teel. Gewürz mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, etwa 5 Minuten bedeckt stehen lassen, abseihen und trinken. Trinkmenge und Häufigkeit je nach Bedarf. Eine Daueranwendung - länger als 2 Wochen - sollte jedoch ohne ärztliche Rücksprache nicht erfolgen! Patienten mit einer Gallenblasenerkrankung sollten dies nicht anwenden. Der Geschmack von Kurkuma ist bitter-scharf. Kurkuma fehlt in keiner Curry-Mischung. Gelbwurz wird in ihren Ursprungs-Regionen (tropischen, südostasiatischen Gebieten) oft täglich eingesetzt, am liebsten frisch. Bei uns findet man frische Kurkuma-Rhizome (Wurzelstöcke) sehr selten. Ist es möglich, frische Gelbwurz zu erhalten, lohnt es sich sehr. Beim Aufschneiden der Wurzelknolle leuchtet die intensiv gelb-orange Farbe und zeigt eindringlich, warum sie Gelbwurz heißt. Das Aroma des frischen Wurzelstocks ist leicht pfeffrig und frisch. Die Dosis sollte jedoch nicht übertrieben werden. Der Geschmack verändert sich dann in einen leicht modrigen, moschusähnlichen Geruch, der dann - meist - nicht mehr appetitanregend wirkt - eher das Gegenteil. Bei vorsichtiger Dosierung erzeugt Kurkuma Schärfe und eine leichte Bitterkeit. Sowohl Kurkuma-Pulver als auch die frische Wurzel färben stark ein, die Färbung hält recht lange. Die Anwendung von Kurkuma in der ayurvedischen Küche ist schon seit ca. 5 000 Jahren bekannt und in den VEDEN beschrieben. Die Wirkung von Kurkuma wird als heiss, energiespendend und reinigend beschrieben. So wird in Indien zu allen Fischspeisen, vegetarischen Speisen, auch Dal (unterschiedliche Hülsenfruchtarten) Kurkuma - Gelbwurz - eingesetzt. Der Hauptproduzent und Lieferant von Kurkuma ist Indien. BOTANIK:  Kurkuma gehört ebenfalls zu den Ingwergewächsen (Zingiberaceaen) und ist überall im tropischen Südostasien beheimatet. Der obere Teil der Kurkuma-Pflanze wächst schilfartig, ihre Blätter sind hellgrün, sie können bis zu einem Meter lang werden. Direkt über dem Boden bilden sie einen Scheinstamm, aus ihm entwickelt sich ein etwa 20 cm langer Blütenstand. Die Farbe der Blüten kann weisslich, gelblich oder rosa sein. Wichtig ist weniger das Kraut, sondern das RHIZOM (Wurzelstock, er speichert die Nährstoffe!) der mehrjährigen Pflanze. Es ähnelt sehr dem des Ingwer und wächst knollig, fleischig verdickt, ein Netzwerk direkt unter der Erdoberfläche bildend. Zur Ernte gräbt man Teile des dichten Wurzelstock-Netzwerks aus. Da sie von einer Art dicken Korkschicht umhüllt sind, muss diese Schicht durch heißes Wasser entfernt werden. Die übrigen Rhizome (Wurzelstockteile) werden getrocknet und meist zu Pulver vermahlen. Durch klinische Studien sind folgende medizinische Indikationen belegt: Dyspeptische Beschwerden, säurebedingte Magenbeschwerden, Flatulenz (Blähungen); Anwendungen in traditionellen Medizin-Systemen: Magenbeschwerden, allgem. Schmerzen, rheumatische Arthritis, ausbleibende oder schmerzhafte Menstruation, Durchfall, Epilepsie und verschiedene Hauterkrankungen. Kurkuma wirkt bei Asthma, Bronchitis, Prellung, Husten, Hämorrhoiden, Insektenstiche, Nierensteine und geringer Milchbildung erfolgreich. ingwer, bericht, artikel Heiltee, Rezeptur
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